Shoppen und nicken: Die Bands erobern die Boutiquen

An der Plakette erkennt man sie: Boutiquen mit Musik

Zum dritten Mal schickt die c/o pop ihre Künstler in die zahlreichen Modeläden im Belgischen Viertel. Von “Chic Belgique” wollte ich wissen, wie es eigentlich zu dieser Zusammenarbeit gekommen ist. Fündig wurde ich im Modeladen ”Blauer Montag” in der Limburger Straße, deren Inhaberinnen beide aktiv in der Initiative sind. Die Ursprünge der Kooperation liegen bereits etwas im Dunkeln; es kam über das Grafikbüro Fram in Ehrenfeld zum Kontakt mit der c/o pop – und es gab spontan großes Interesse seitens der Landeninhaber. Da die letzten beiden Veranstaltungen so glatt über die Bühne gelaufen sind, soll das Erfolgsrezept auch für die Folgejahre beibehalten werden: Die c/o pop kümmert sich um alles, die Läden bieten die Bühne.

In der Regel dürfen die Inhaber aus zwei bis drei Bands wählen und dabei auch ihren persönlichen Geschmack einbringen. Manchmal scheitert dies dann, weil etwa klassische Musik nicht im Angebot ist. Eigene Künstler zu verpflichten widerspricht dem Geist der Kooperation. Und manche Besitzer wollen einfach keine Unruhe in ihren Geschäften haben. Die Mehrzahl der Boutiquen allerdings klebt ihr Hinweisschild ins Fenster und freut sich auf die Kunden, die bei Livemusik oder DJ-Auftritten ein Kölsch trinken und mitwippen. Getränke stellt der Veranstalter, die Besitzer müssen hinterher nur noch aufräumen.

Ob denn bei dem ganzen Auftrieb noch jemand die Gelegenheit zum Shoppen nutzt, wollte ich im “Blauen Montag” wissen. Nein, da gebe es kaum jemanden. Und eigentlich sei das auch völlig in Ordnung so, schließlich wollen aller miteinander zunächst mal Spaß haben und gemeinsam feiern.

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