Polen mischen Unilauf auf

Locker ins Ziel: Olga Kalendarova läuft auch den Männern davon

Groß waren die Erwartungen an die Kölner Läufer beim 12. Unilauf am Aachener Weiher. Würde es ihnen gelingen, die jahrelange Vorherrschaft der Aachener Ingenieure von der RWTH zu brechen? Es gelang… aber die Sensation war eine andere: die ersten Plätze in der Königsdisziplin über 10 Kilometer gingen an ein Ehepaar aus Bydgoszcz, das keiner auf der Rechnung hatte. Pawel Ochal und seine Ehefrau Olga Kalendarova distanzierten nicht nur jeweils deutlich das Feld, sondern knackten auch die Bestmarken in der Männer- und Frauenwertung.

Glaubt es selbst kaum: Pawel Ochal knackt den Streckenrekord

Vier Runden wurde um den Weiher und im Hiroshima-Nagasaki-Park den Berg hinauf- und hinabgelaufen. So mancher schielte wohl auf das gepunktete Trikot der Bergwertung, das es neben dem Siegertreppchen zu gewinnen gab. Das Publikum half kräftig mit, die Laune der Läufer zu erhalten, an den Anstiegen spielten Livebands, Fans klatschten und schwenkten aufmunternd ihre Kölschflaschen. Auch der Moderator freute sich lautstark über die gute Laune, woraufhin er aus dem Publikum umgehend darauf hingewiesen wurde, dass der Kölner eben immer gut drauf sei.

Mehr als 2000 Läufer wollten es wissen. Rechts das Siegerpaar

Umso mehr staunten die Läufer: Pawel Ochal war schon nach einer Runde nicht mehr einzuholen und sprintete einsam die Hügel hinauf, auch Olga Kalendarova rannte der favorisierten Veronica Pohl immer weiter davon. Die Bergtrikots gingen folgerichtig ebenfalls an das Wunderpaar. Sichern konnten sich die Kölner aber die Treppenplätze zwei und drei, was dann doch für Freude sorgte.

Eingerahmt wurde der 10-km-Lauf von verschiedenen Fitnessläufen, als erstes starteten die Kinder auf einer Strecke von einem Kilometer. Groß war der Applaus gerade für die letzten Kinder, die an der Hand ihrer Eltern über die Ziellinie hüpften und sich dabei freuten, als wären sie die eigentlichen Sieger.

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